Homepage-Baukasten oder Profi?
Eine ehrliche Antwort nach über 30 Websites
Die ehrliche Antwort: Für ein Hobby, einen Verein oder einen schnellen Test ist ein Homepage-Baukasten wie Wix oder Jimdo völlig in Ordnung. Sobald Ihre Website aber Kunden gewinnen und bei Google gefunden werden soll, stoßen Sie auf zwei Grenzen, die sich später kaum noch beheben lassen: Die Seite gehört Ihnen nicht wirklich, und sie ist technisch im Nachteil. Genau dann lohnt sich der Profi.
Ich will Baukästen nicht schlechtreden. Von den über 30 Betriebs-Websites, die ich bei deine-webProfis umgebaut oder auditiert habe, war ein großer Teil mit einem Baukasten gebaut. Das Muster war fast immer dasselbe: viel Mühe reingesteckt, sieht ordentlich aus, bringt aber keine Anfragen und taucht bei Google kaum auf. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen fair, wofür ein Baukasten wirklich taugt, wo die zwei harten Grenzen liegen, und eine einfache Faustregel für Ihre Entscheidung.
Wofür ein Baukasten wirklich gut ist
Fangen wir mit dem an, was Baukästen gut können, denn das ist eine Menge. Sie sind günstig, in wenigen Stunden steht etwas Eigenes, und Sie brauchen kein technisches Wissen. Für ein privates Projekt, eine Vereinsseite, ein Portfolio oder einen schnellen Test einer Geschäftsidee sind Wix, Jimdo und Co. eine vernünftige Wahl. Wer einfach präsent sein will, ohne damit aktiv Kunden zu gewinnen, ist hier gut aufgehoben.
Das Problem beginnt erst an dem Punkt, an dem die Website anfangen soll, für Ihr Geschäft zu arbeiten. Und genau dort kommen zwei Grenzen ins Spiel, die viele erst Jahre später bemerken, wenn der Wechsel schon teuer wird.
Grenze 1: Die Seite gehört Ihnen nicht
Das ist der Punkt, der am meisten unterschätzt wird. Ihre Inhalte gehören Ihnen, klar. Aber die eigentliche Umsetzung, das Design und die Technik, bleiben im System des Anbieters. Verlassen Sie den Baukasten, nehmen Sie in der Regel nichts Nutzbares mit: kein übertragbares Design, keine Inhalte in einem Format, mit dem ein anderer weiterarbeiten kann. Oft hängt sogar die Domain im System fest.
Das heißt: Sie mieten Ihren Online-Auftritt, Sie besitzen ihn nicht. Solange alles läuft, fällt das nicht auf. Spätestens wenn die Preise steigen, eine Funktion fehlt oder Sie umziehen wollen, merken Sie, dass Sie bei null anfangen. Bei einer professionell gebauten Seite gehört Ihnen alles, und Sie können sie jederzeit mitnehmen.
Solange alles läuft, fällt es nicht auf: Bei einem Baukasten mieten Sie Ihren Online-Auftritt, Sie besitzen ihn nicht.
Grenze 2: Unsichtbar bei Google, keine Anfragen
Die zweite Grenze ist die praktische, und sie knüpft direkt an die häufigste Frage an, die mir Betriebe stellen: warum die Website keine Anfragen bringt. Baukästen erzeugen technisch oft aufgeblähten Code und laden viele Skripte. Über Details, die bei Google den Unterschied zwischen Seite 1 und Seite 5 machen, haben Sie kaum Kontrolle. Dazu kommt: Viele Betriebe nutzen dieselben Vorlagen, der Auftritt wirkt austauschbar.
Und der entscheidende Punkt fürs Geschäft: Einer Baukasten-Seite fehlt fast immer ein echtes Conversion-Werkzeug. Kein Angebotsrechner, keine Preis-Orientierung ohne Anruf, kein durchdachter Weg vom Besucher zur Anfrage. Das ist bei unseren Umbauten der einzelne Baustein, der am deutlichsten mehr Anfragen bringt, und genau der lässt sich in den meisten Baukästen nicht sauber abbilden.
Die ehrliche Faustregel für Ihre Entscheidung
Sie müssen sich nicht zwischen „Baukasten ist Müll" und „Profi ist Pflicht" entscheiden. Die Frage ist einfach, was die Seite leisten soll:
Ein Baukasten reicht, wenn …
- es ein Hobby, ein Verein oder ein privates Projekt ist
- Sie nur schnell und günstig online sein wollen
- die Seite keine Kunden gewinnen muss
- Sie gern selbst basteln und Zeit dafür haben
Der Profi lohnt sich, wenn …
- die Seite Anfragen und Umsatz bringen soll
- Sie bei Google für „Ihr Gewerk + Stadt" gefunden werden wollen
- Ihnen Seite und Domain wirklich gehören sollen
- Sie ein echtes Werkzeug wollen (Angebotsrechner, klare Anfrage-Wege)
Kurz gesagt: Solange die Website ein Schaufenster ist, tut es ein Baukasten. Sobald sie ein Vertriebsweg werden soll, der verlässlich Anfragen bringt, sparen Sie an der falschen Stelle. Genau für diesen Fall bauen wir zum Beispiel jede Website für Handwerker als Werkzeug, nicht als digitale Visitenkarte.
Häufige Fragen
Ist Wix (oder Jimdo) gut für Unternehmen?
Für den schnellen Start ja, für ernsthaftes Kundengewinnen nur eingeschränkt. Baukästen sind super, um günstig und schnell online zu sein. Sobald die Seite aber bei Google gefunden werden und verlässlich Anfragen bringen soll, bremsen technische Grenzen und fehlende Conversion-Werkzeuge. Für ein Unternehmen, das über die Website Kunden gewinnen will, ist das oft der falsche Sparposten.
Sollte ich meine Website selbst bauen oder machen lassen?
Faustregel: Geht es um ein Hobby, einen Verein oder einen schnellen Test, bauen Sie selbst mit einem Baukasten. Soll die Seite Anfragen und Umsatz bringen, lohnt sich der Profi. Dann zählt nicht, wie schnell etwas online ist, sondern ob es gefunden wird und Besucher zu Kunden macht.
Was sind die Nachteile von Homepage-Baukästen?
Drei vor allem: Erstens gehört Ihnen die Seite nicht wirklich, beim Wechsel nehmen Sie Design und Inhalte meist nicht mit. Zweitens erzeugen Baukästen aufgeblähten Code mit wenig Kontrolle über technisches SEO, was bei Google einen Unterschied macht. Drittens nutzen viele dieselben Vorlagen, und es fehlt ein echtes Conversion-Werkzeug wie ein Angebotsrechner.
Gehört mir meine Wix- oder Jimdo-Website?
Die Inhalte ja, die Umsetzung meist nicht. Verlassen Sie den Baukasten, nehmen Sie in der Regel kein nutzbares Design und keine übertragbare Technik mit, oft hängt sogar die Domain im System fest. Bei einer professionell gebauten Seite gehört Ihnen alles, und Sie können jederzeit umziehen.